Verboten-Verfolgt-Vergessen – Die Verfolgung der politischen Opposition in der Adenauerzeit.

Am Dienstag, 4. Juni 2013 um 19:00 Uhr. Eintritt frei.


Ein Film von Daniel Burkholz. Deutschland 2012, 57 Minuten.

Bereits kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges begann der »Kalte Krieg«. Vor diesem Hintergrund plante die Regierung unter Bundeskanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer westdeutschen Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Das Strafrecht wurde durch die so-genanten Blitzgesetze geändert. Alle Bürgerinnen und Bürger, die gegen die Wie-derbewaffnung oder z.B. für die Wiedervereinigung waren konnten nun als Staatsfeinde verfolgt werden – häufig von Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern, die ihr Handwerk noch in der Nazizeit gelernt hatten.

Die Kommunistische Partei Deutschlands und andere oppositionelle Gruppen wurden verboten und etwa 10 000 Menschen zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt. Oftmals wurde die Existenz dieser Menschen zerstört. Über dieses Kapitel der deutschen Geschichte wurde bislang weitgehend der Mantel des Schweigens ausgebreitet. »Verboten- Verfolgt-Vergessen« erzählt die Geschichte dieser Menschen.

Nach dem Film stehen der Regisseur und Zeitzeugen aus Norddeutschland für eine Diskussion zur Verfügung.

Veranstaltet wird dieser KiNO-Abend von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) im Rahmen des Bündnis gegen Rechts.