Kriegerin

Am Mittwoch, 7. November 2012 um 20:00 Uhr. Eintritt 4 Euro.


Jung, weiblich, rechtsradikal. Marisa (Alina Levshin) ist zwanzig und Teil einer Jugendclique der rechtsextremen Szene in einer ostdeutschen Kleinstadt. Auf ihrer Schulter hat sie »Skingirl« tätowiert, vorne ein Hakenkreuz. Marisa schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Schwarze, Politiker, Juden und die Polizei. In Marisas Augen sind sie alle schuld. Sie sind schuld daran, dass ihr Freund im Knast sitzt und alles um sie herum den Bach runter geht: ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt. In diesem Sommer wird sich alles ändern. Svenja (Jella Haase), ein junges Mädchen, stößt zur Clique und geht Marisa gehörig auf die Nerven. Marisa und ihre Clique geraten mit Jamil (Najebullah Ahmadi) und Rasul (Sayed Ahmad) aneinander, zwei jungen Asylbewerbern, die hier in der Provinz gestrandet sind. Der Streit eskaliert, Marisa ist nicht zu bremsen. Ohne es zu ahnen löst sie eine Kette von Ereignissen aus, die alles komplett auf den Kopf stellen. Während Svenja immer tiefer in die rechte Szene rutscht, gerät Marisas Weltbild ins Wanken. Sie beginnt sich zu ändern, doch der Weg raus wird härter als sie ahnt.

Die Webseite zum Film.

Kritiker-Stimmen:

»David F. Wnendts ›Kriegerin‹ […] sorgte für Aufsehen. Alina Levshin […] spielt in diesem fundiert recherchierten Neonazi-Drama die hasserfüllte Supermarkt-Kassiererin Marisa, irgendwo in Ostdeutschland. Zu Liedzeilen wie ›Holocaust Reloaded‹ bringt sie sich mit ihrer Clique in Stimmung für Gewalttaten. Doch dann löst sich die ideologische Gewissheit auf. Ein gewagter, ungeschönter Film.«
– Katrin Hillgruber, Der Tagesspiegel

»Dank seiner überragenden Hauptdarstellerinnen Alina Levshin als Marisa und Jella Haase als Svenja ist Regisseur Wnendt eine stimmige Milieustudie gelungen, da stören auch die manchmal etwas hölzern aufgesagten Dialoge nicht. Vor allem glückt ‹Kriegerin‹ eine gefährliche Balance: Der Film verrät seinen Gegenstand nicht, macht sich aber auch nicht mit ihm gemein.«
– Thomas Winkler, fluter