Glory

Am Mittwoch, 21. März 2018 um 20:00 Uhr. Eintritt 5 Euro


Originaltitel: Slava Bulgarien/Griechenland 2016
Fassung: OmU Regie: Kristina Grozeva und Petar Valchanov
Drehbuch: Kristina Grozeva, Petar Valchanov und Decho Taralezhkov
Darsteller: Margita Gosheva, Stefan Denolyubov, …
Länge: 101 Minuten
Verleih: MOUNA Filmverleih/Booking & Billing: Barnsteiner Film

FESTIVAL / PREISE / NOMINIERUNGEN: 

Nominierung Academy Awards 2018, „Bester fremdsprachiger Film“ (Best Foreign-Language Film)

Locarno Festival 2016

Spielfilmfestival Goldene Rose von Bulgarien 2016, Goldene Rose (Großer Preis)

Les Arcs Europa Filmfestival 2016, Gewinner Flèche de Cristal und Presse-Preis

Arras Film Festival 2016, Gewinner Atlas d’Or (Grand Jury Prize)

Hamptons International Filmfestival 2016, Bestes Drama

Filminhalt
Der zurückgezogen im bulgarischen Hinterland lebende Eisenbahnarbeiter Tzanko (Stefan Denolyubov) findet bei der Arbeit Bargeld in Millionenhöhe auf den Gleisen. Er übergibt ohne zu zögern das Geld an die Polizei – obwohl ihn seine korrupten Kollegen dafür auslachen. Natürlich erregt der Fund in der Öffentlichkeit und bei den Behörden Aufsehen. Julia Staikova (Margita Gosheva), ehrgeizige PR-Managerin für das Verkehrsministerium, wittert darin eine Chance. Sie beschließt Tzanko als Ablenkung von einem Korruptionsskandal zu benutzen. Ein folgenschwerer Plan, der Tzankos bislang einfaches Leben zum Opfer der chaotischen Mühlen der Bürokratie werden lässt. 

Mit beißendem Witz erzählt die Tragikomödie vom Schicksal eines ehrlichen Mannes inmitten eines Meers von Korruption: Der Streckenarbeiter Tzanko findet auf den Eisenbahngleisen eine unfassbare Menge Geld und meldet den Fund der Polizei. Die PR-Abteilung des Verkehrsministeriums macht ihn zum Helden und nutzt die Gunst der Stunde, um von den alltäglichen Skandalen abzulenken. Doch Tzanko ist zwar extrem anspruchslos und langmütig, aber irgendwann reißt auch ihm der Geduldsfaden, und er holt zum Gegenschlag aus. Reich dekoriert mit Preisen, geht die erste bulgarische Nominierung aller Zeiten ins Oscar-Rennen um den besten fremdsprachigen Film. Schade, dass es die Kategorie „Fieseste Satire“ nicht gibt. Doch bleibt dem Film zu wünschen, dass er sich zunächst einmal im deutschen Kino behaupten kann – verdient hätte er’s.

programmkino.de

„…In dem sie das Politische im Persönlichen spiegeln, haben die beiden bulgarischen Filmemacher Kristina Grozeva und Petar Valchanov einen überzeugenden Film über Klassenunterschiede, politische Korruption und das Stadt-Land-Gefälle in Bulgarien gedreht…“

Ulrich Sonnenschen, epd-film.de