Die göttliche Ordnung

Am Donnerstag, 14. September 2017 um 20:00 Uhr. Eintritt 5 Euro


Schweiz 2016  Regie & Drehbuch: Petra Volpe
Darsteller: Marie Leuenberger, Max Simonischek, Rachel Braunschweig,
Laufzeit: 97 Minuten  Verleih: Alamode

Webseite: www.goettlicheordnung.de

Schweiz, 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren.

Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.

In ihrer warmherzigen und bis in die Nebenrollen überzeugend besetzten Komödie lässt Regisseurin Petra Volpe chauvinistische Vorurteile und echte Frauen-Solidarität aufeinander treffen. Dem Film gelang in seinem Heimatland Schweiz ein sensationeller Kinostart, der ihn schon jetzt zu einem der erfolgreichsten Schweizer Filme aller Zeiten macht!  (Verleih)

Gehen Sie ins Kino ..und schauen Sie sich „Die göttliche Ordnung“ an.  „Der Film kommt zum richtigen Zeitpunkt, und sein Titel könnte treffender nicht sein: Die göttliche Ordnung…. Schauen Sie sich den Film selber an! Es lohnt sich. Er leuchtet wie mit dem Brennglas in die reaktionäre, verschlossene Welt der kleinbürgerlichen Schweiz der Nachkriegszeit. Er besticht durch seine charmant-verspielte, witzige, tragische Inszenierung und seine hervorragenden Schauspielerinnen. Er ist wohltuend differenziert und zeigt, dass auch Männer unter der rigiden Rollenverteilung leiden, ja an dieser zerbrechen können. Die göttliche Ordnung ist nicht zuletzt deshalb ein wichtiger Film, weil die jüngere Generation kaum mehr etwas über diese Kämpfe weiß: über die späte Korrektur der größten politischen Schande des modernen Bundesstaates – und darüber, dass die Demokratie in der Schweiz darum erst 46 Jahre alt ist…“        Anita Fetz Die Zeit