Der Hauptmann

Am Freitag, 18. Mai 2018 um 17:30 Uhr. Eintritt 5 Euro


Deutschland, Frankreich, Polen         FSK: ab 16
Regie & Drehbuch: Robert Schwentkeb  Laufzeit: 119 Min.
Verleih: Weltkino      Kinostart: 16. März 2018

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In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs findet der junge Gefreite Willi Herold auf der Flucht eine Hauptmannsuniform. Ohne zu überlegen streift er die ranghohe Verkleidung und die damit verbundene Rolle über. Schnell sammeln sich versprengte Soldaten um ihn – froh, wieder einen Befehlsgeber gefunden zu haben. Aus Angst enttarnt zu werden, steigert sich Herold nach und nach in die Rolle des skrupellosen Hauptmanns und verfällt dem Rausch der Macht.

Der auf wahren Ereignissen beruhende Film – der 19-jährige Wehrmachtssoldat Willi Herold ging als „Der Henker vom Emsland“ in die Geschichte ein – zeigt auf erschütternde Weise, wie selbst im Chaos der letzten Kriegstage etablierte Befehlsketten und Machtmechanismen funktionieren, und stellt den Zuschauer vor die Frage: Wie würde ich handeln? (Verleih)

„..Am Ende des Films steht ein eindrucksvoller Brückenschlag in die Gegenwart und damit auch zu zentralen Fragen an den Zuschauer wie etwa: Wie hätte man selbst gehandelt? Und wie weit ist Heute noch von Damals entfernt? Die deutsch-französisch-polnische Koproduktion DER HAUPTMANN ist ein klug reflektierender und brillant gespielter Kriegsfilm, der über seine Geschichte hinaus wichtige Fragen stellt und damit auch als Mahnung an das Heute gelten kann.“                           Prädikat besonders wertvoll    FBW-Filmbewertung

…Kleider machen Leute, heißt es. Hier legt die Uniform den Abgrund eines Menschen frei. Im nüchternen Schwarz-Weiß dieses herausragenden Films treten die Mechanismen, die Menschen zu Mördern werden lassen, umso stärker hervor. „Der Hauptmann“ ist mehr als eine Parabel über das Funktionieren im Vernichtungskrieg. Er handelt davon, was passiert, wenn da nichts ist, was einem Menschen Einhalt gebietet. Keine Moral, keine Regeln, kein anderer. Regisseur Schwentke geht es im Film genauso um die Gegenwart wie die Vergangenheit….                                         mdr-kultur