Das hat mit Gerechtigkeit wenig zu tun

Am Mittwoch, 30. November 2011 um 20:00 Uhr. Eintritt 4 Euro.


Dokumentarfilm von 2011 über den linken Hamburger Strafverteidiger Andreas Beuth.

Andreas Beuth

Dieser Dokumentarfilm ist ein Dokulebensmusikportrait, über die Jahre free style gefilmt, eine Zeitreise auf den Spuren des linken Hamburger Rechtsanwalts Andreas Beuth mitten in die politischen Kämpfe in Hamburg seit den 1980er Jahren.

Andreas Beuth ist einer der Anwälte der »Roten Flora« und übernahm auch den Prozess eines Mandanten, der im Zuge des G8 Gipfels in Heiligendamm, nach § 129 a (Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung) angeklagt wurde. Prozesse für Bambule oder gegen Ex-Innensenator Ronald Schill haben ihn weit über die Tore Hamburgs hinaus bekannt gemacht. Leidenschaftlich engagiert sich Andreas Beuth seit vielen Jahren gegen Ungerechtigkeit und leidenschaftlich schlägt sein Herz für den FC St Pauli, Rio Reiser und seine große Liebe. Unkonventionell sein Auftritt als Anwalt.

»Das Schlimme ist ja, dass ich immer im Gericht vergesse, die Mütze abzusetzen…«, sagt Beuth im Porträt. Der Anwalt war oft die Hoffnung für verhaftete Demonstranten oder Bauwagenaktivisten im Visier der Polizei. Dabei plagten den Engagierten oft Selbstzweifel, die ihn bisweilen lieber Taxi fahren ließen. Der Protagonist spart nicht mit Persönlichem, spricht über seine traurige Jugend am Plattenteller mit «Ton, Steine, Scherben« und seine verschlungenen Lebenswege bis zur Ehe per Kontaktanzeige…

Kein Courtroom-Drama, sondern eher ein Camcorder-Film mit Zündstoff für die Diskussion.

Einen Trailer gibt es leider nicht, aber eine Webseite zum Film.

Filmflyer