Thomas Pregel: „Abschied von Kaltsommer. Holsteiner Trilogie II“

Wie soll man sich eigentlich verhalten, wenn plötzlich das eigene Leben durch äußere und innere Ereignisse komplett infrage gestellt wird? Christian, Mitte zwanzig, Student in Berlin, aber aus Kaltsommer stammend und sich dort immer noch mehr zu Hause fühlend als in der Großstadt, sieht sich von einem Tag auf den anderen dieser Herkulesaufgabe ausgesetzt.

Erst erzählen seine Eltern ihm, dass sie Kaltsommer verlassen wollen, als nächstes setzen Schmerzen in seinem Gesicht ein, für die es weder Ursache noch konkreten Ursprung zu geben scheint. Zu guter Letzt wird schließlich noch ein Hypophysenadenom, ein gutartiger Tumor, bei ihm diagnostiziert, bedingt durch Hormone, die völlig aus dem Ruder gelaufen sind – und das vielleicht schon seit vielen Jahren. Dass es sich dabei um Sexualhormone handelt, macht die Sache nicht leichter. Ist sein Liebesleben deshalb nicht besonders erwähnenswert? Schlimmer noch: Ist seine bisher einzige Beziehung zu Lorenzo an mangelnden Sexualhormonen gescheitert?

Eine etwas andere Erzählung von der Liebe zwischen Kaltsommer in Holstein und Berlin-Neukölln über den unsichtbaren, aber nicht zu unterschätzenden Einfluss der Hormone auf unser Leben.

Thomas Pregel

Geboren 1977 in Bad Segeberg, Schleswig-Holstein. Nach dem Abitur Umzug nach Berlin, um Judaistik, Soziologie und Mittelalterliche Geschichte zu studieren. In seiner Magisterarbeit beschäftigte er sich mit Marcel Proust – diese Arbeit veröffentlichte er im Jahr 2009 auch als Buch unter dem Titel »Lust und Angst. Über die sexuelle Orientierung des Ich-Erzählers in Marcel Prousts ›Auf der Suche nach der verlorenen Zeit‹«. Thomas Pregel ist freier Lektor/Redakteur und lebt in Berlin. Er schreibt Prosa, Kurzgeschichten und Theaterstücke und ist auch in Netz unter www.thomaspregel.de zu finden.